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Homöopathische Globuli bestehen nur aus Zucker und haben keine über den Placeboeffect hinausgehende Wirkung. Dementsprechend gibt es auch keine Nebenwirkungen. Ohne Risiko ist die Einnahme jedoch nicht.

Solange nur Alltagsbeschwerden und Wehwehchen mit den Zuckerkügelchen „behandelt“ werden, droht keine Gefahr. Gerade kleinen Kindern und ihren besorgten Eltern helfen die Streukügelchen, den Selbstheilungskräften des Körpers Zeit zu geben.  Ihrem Baby alle sechs Stunden ein Kügelchen zu geben, fühlt sich für viele Eltern beruhigender an statt einfach nur abzuwarten. Die Entspannung und Zuversicht der Eltern spürt auch das Kind und alles wird gut. Genauso hilft Kleinkindern das Pusten auf den blauen Fleck oder ein hübsches Aua-Pflaster, verbunden mit intensiver Zuwendung.

Die Gefahr liegt aber darin, dass die meisten Homöopathen keine medizinische Ausbildung haben und nicht erkennen (können), wann ihre Grenzen erreicht sind. Bei ernsten Erkrankungen kommt wirksame medizinische Hilfe dann erst verspätet oder unterbleibt vielleicht ganz. So geht bei einer Krebserkrankung wertvolle Zeit verloren, was eine Metastasenbildung unter Umständen erst möglich macht. Es scheint sogar Homöopathen zu geben, die gegen Krebs ausschließlich mit Zuckerkügelchen „vorgehen“.

Ein Team von Homöopathen, die mit Arsen- und Schlangengift-Globuli gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika angehen wollten, wurde erst durch die liberianischen Behörden gestoppt.

Letztlich ist es auch eine ethische Frage, ob man kranke Menschen mit erwiesenermaßen unwirksamen homöopathischen Mitteln behandeln sollte.